Abrahamsfest 2008

Fotoausstellung „Zwischen Himmel und Erde - Orte des Gebets" 

Auszubildende in den Fotografieklassen des Berufskollegs Senne fotografieren Bielefelder Kirchen, Moscheen und die Synagoge

Ausstellungsdauer: 15. Oktober bis 11. November 2008

Mittelalterliche Kirchen und moderne Bauten des zwanzigsten Jahrhunderts, Moscheen in Industriebrachen und erste selbstbewusste Neubauten, eine neue Synagoge - sie sind sichtbar und prägen das Stadtbild Bielefelds.

Auszubildende in den Fotografieklassen des Berufskollegs Senne haben sich in Bielefeld auf den Weg gemacht und Exemplarisches mit der Kamera festgehalten.

In allen Religionsgemeinschaften gibt es Versammlungsorte, an denen die Gläubigen als Gemeinschaft zusammenkommen und Gott in besonderer Weise begegnen.

Meistens sind das besondere Gebäude. Sie werden mit viel persönlichem Einsatz, Zeit und Geld gestaltet und ausgeschmückt.

Darüber, wie so ein „Haus für Gott" aussehen soll, haben sich die Menschen viele Gedanken gemacht, und sie sind zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.

Ein „Gotteshaus" muss drei Aufgaben erfüllen: Es muss sich zum Beten eignen, man muss dort etwas über die Religion und über Gott erfahren können, und man muss dort religiöse Feiertage feiern können.

Juden versammeln sich zum Gebet (G"ttesdienst) in der Synagoge. Bedeutendster Kultgegenstand ist der Aron hakodesch (heiliger Schrank), der Toraschrein, in dem die Torarollen hinter einem Vorhang (Parochet) aufbewahrt werden. Die Tora, die 5 Bücher Moses, sind der wichtigste Teil der hebräischen Bibel. Die Gestaltung eines Toraschreins ist unterschiedlich, bildet aber den zentralen Punkt einer jeden Synagoge. Die Gebetsrichtung in der Synagoge ist nach Jerusalem ausgerichtet.

Christen versammeln sich zum Gottesdienst in Kirchen. In Bielefeld gibt es eine Fülle von Kirchen, manche sind in ihrem Kern über 1 000 Jahre alt, andere wurden erst in den letzten 60 Jahren gebaut.

Viele Kirchen, vor allem ältere, sind in ihrem Grundriss wie ein Kreuz gebaut. Von außen sind sie meist am Kirchturm zu erkennen, der den Blick der Menschen nach oben, zu Gott, lenken will. Kirchen sind wie Synagogen oft nach Jerusalem, das heißt bei uns nach Osten, ausgerichtet. Im Inneren steht dort dann meist der Altar.

Muslime versammeln sich zum Gottesdienst in einer Moschee. Zu vielen Moscheen gehört ebenfalls ein Turm, Minarett genannt. In islamischen Ländern ruft von dort der Muezzin die Muslime fünfmal am Tag zum Gebet.

Zu jeder Moschee gehört ein Platz, wo man sich vor dem Gebet waschen kann. Im Gebetsraum liegen fast immer schöne Teppiche, aber es gibt keine Möbel. Muslime knien beim Gebet auf dem Boden und verbeugen sich bei den einzelnen Gebetsworten tief. Gebetet wird immer mit dem Blick in Richtung auf die heilige Stadt Mekka. Entsprechend ist der Raum ausgerichtet.

Die Fotoausstellung ist Teil des Projektes

Bielefelder Abrahamsfest 2008

 

Menschen unterschiedlicher Religionen leben heute in Bielefeld zusammen. Unter ihnen sind Juden, Christen und Muslime in besonderer Weise miteinander verbunden: durch ihre Geschichte, durch ihren jeweiligen Glauben an den einen Gott und auch dadurch, dass sie sich alle auf den Stammvater Abraham beziehen. Deshalb haben sich Vertreterinnen und Vertreter dieser drei Religionen in Bielefeld zusammen getan, um gemeinsam ein „Abrahamsfest" zu gestalten. Sie wollen damit zum friedlichen Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt beitragen.

Zahlreiche Veranstaltungen (Vorträge, Ausstellungen, Konzerte, Begegnungen in Gemeinden, Schulen und Jugendgruppen, gemeinsames Festmahl) bieten die Möglichkeit, mehr über die drei Religionen zu erfahren.

Bitte beachten Sie den Flyer, der ausführlich über das Programm des Abrahamsfestes informiert.

Informationen auch unter

www.bielefelder-abrahamsfest.de

www.kirche-bielefeld.de

Das Abrahamsfest steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Eberhard David.

Zu den Fotos...

 

 

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